Erwin auf Reise

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Tuesday, 11. July 2006, 01:12

Equador

Das Experiment: Am Flughafen ein billiges Lastsecondticket
nach Quito zu kaufen scheiterte leider, aber ich habe trotzdem einen Flug nach Equador bekommen.
Nach rund 3 1/2 Stunden bin ich gut in Quito, der Hauptstadt von Equador, angekommen.
Es regnete in Stroemen, es war kalt und kein Schwein auf der Strasse.
Wieso? Natuerlich die WM ist im Gange und es spielte gerade Equador gegen Polen.
Diese Situation haben die "Vaganten" der Stadt voll ausgenutzt und leider war ich zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort. Was war passiert.

Kurzfassung:
Doris und ich gehen zum Eingang vom gewaehlten Hostal und laeuten. Es wird aufgemacht und wir gehen hinein, leider ist alles besetzt. Ich suche meine Jacke im grossen Rucksack und lege den kleinen neben mich unter die Bank...wir sind ja im Hostal! Zum Zeitpunkt als wir eintraten kamen noch 3 andere Leute hinein. Ich dachte es sind Bewohner, so habe ich ihnen nicht weiter Aufmerksamkeit geschenkt und war weiterhin mit der Suche meiner Jacke beschaeftigt. Diese 3 haben Doris, den Receptionisten und eine Bewohnerin abgelenkt und beim herausgehen sich meinen Rucksack geschnappt. Durch die Aufmerksamkeit von Doris ist es kurzum aufgefallen und ich rannte auf die Strasse...weit und breit nichts mehr zu sehen. Das Glueck im Unglueck wollte es das 3 motorisierte Polizisten kamen und auch gleich mitsuchten. Leider ohne Erfolg.
Tja, das war auf gut Deutsch gesagt ein verdammt verschissener Suedamerika Auftakt. :-(
Die Moral der Geschichte: Lass dein Gepaeck nie aus den Haenden, auch nicht in einem Hotel!!

So habe ich rund 10 Tage in Quito verbracht und alles administrative fuer den Ersatz meiner gestohlenen Sachen erledigt. Und nach dieser Zeit, nach vielen Geschichten von anderen Opfern, konnte die Reise weitergehen und ich hatte die Wut im Bauch einigermassen verdaut.
Dies auch dank meiner super Versicherung, natuerlich dank meinem Bruderherz und nicht zuletzt meiner charmanten Reisebegleitung Doris, welche mich moralisch und finanzielle unterstuezte. Herzlichen Dank an dieser Stelle.

Aber nun zuerueck zum Wesentlichen:
Nach dem gewonnenen Match war in der Hauptstadt die Hoelle los. Man haette meinen koennen, sie seien bereits Weltmeister...aber des passt scho, schliesslich waren sie erst das 2. Mal fuer eine WM qualifiziert.

Quito ist eine wunderschoene Stadt, sie ist eingebettet von Bergen und befindet sich auf rund 2'800 m.
Zu Beginn spuert man schon, dass man ploetzlich in solcher Hoehe lebt; Kopfschmerzen, ein bisschen "truemlig" und auch das Atmen
ging ploetzlich nicht mehr so einfach. Aber auch an das gewoehnt sich der Koerper und so bin ich dann mit der einzigen Seilbahn von Equador auf rund 4'000 m hoch und konnte von da aus ganz Quito und die Umgebung ueberblicken.
Was noch der Hammer war. Diese Seilbahnstation ist ein kleiner Anziehungspunkt von Einheimischen. Da sieht man Leute die noch nie auf einer Rolltreppe waren, gedenke denn in einer Seilbahn. Da wird einem beim Einsteigen geholfen und es wird darauf aufmerksam gemacht, dass sich die Tuere automatisch schliesst. ;-) Fuer mich ein lustiges Erlebnis. Zudem gibt es eine GoKart Bahn, welche ich dann auch promt ausprobiert habe. Cool

In der Naehe von Quito befindet sich auch der "Mitat del Mundo" (Aequator).
Irgendwie ein spezielles Erlebnis, so auf der Mitte der Erde zu stehen.
Der Aequator dort wurde irgendwie um 1850 herum bestimmt und weicht bloss rund 100 m von der heutigen modernen GPS Bestimmung ab. Wie haben die das bloss gemacht. :-P

Danach ging ich weiter via Latacunga nach Isinlivi.
Die Fahrt in dieses Dorf dauerte 3 Stunden und die Aussicht und Gegend war schlicht und einfach ueberwaeltigend. Da fuhren wir ueber einen Pass von
4000 m. Dies mit dem oeffentlichen Bus...bei uns waere ein 4-wheel-drive Gefaehrt angesagt. ;-)

Dieses kleine Dorf in den Equadorianischen Anden wiederspiegelt meiner Meinung nach Equador.
Das kleine Bergdorf liegt auf 2'900 m
Den Tag hindurch war es sehr heiss und die Naechte waren sehr frisch. Da erlebte ich
das wirkliche Equadorianische Bergleben. Mit Jose und Kathrin, sie fuehrten das Hostel,
durfte ich sogar einmal mitgehen und eine Community besuchen gehen.
Da waren die Kinder gerade in der Schule. Als wir ankamen, stuermten alle Kinder
aus dem Schulzimmer und begruessten uns einzeln mit einem Haendedruck. Da war ich gerade
ein bisschen ueberfordert mit Hola sagen und Haende schuetteln...ein tolles Erlebnis.
Da haben sie von Klein bis Gross
nur ein Schulzimmer (1.-6. Klasse) und fuer die High-School ist nun ein Neubau im Gange.
Es war spannend zu sehen wie das Dorfleben da vor sich geht.
Der Zufall wollte es auch, dass just an diesem Wochenende das jaehrliche Dorffest...Trinkfest stattfindet.
Da gibt es einen Umzug, Tanz, Stierkampf und vieles mehr. Und einige laufen immer mit purem Whiskey oder selber gebranntem Schnaps umher und verteilen diesen grosszuegig...natuerlich immer mit dem gleichen Becher.
Wir als einzige Touristen sind natuerlich aufgefallen und wurden natuerlich auch begossen. ;-)
Doris als grosse Schnapstrinkerin hat dies natuerlich in vollen Zuegen genossen. :-D
Die Tage in dieser idyllischen und ruhigen Berwelt waren ideal um sich zu erholen und vom geschehenen noch mehr Abstand zu bekommen.
Das Besondere in dieser Gegend, gegenueber unserer Bergwelt, ist, dass noch bis ueber 3'000 m
Ackerbau betrieben wird, wo bei uns schon lange Schnee liegt!!

Anschliessend gings nach Baсos, das ist ein Kur- und Wahlfahrtsort von
Equador und liegt am Fusse des Vulkans Tungurahua, welcher nach wie vor aktiv ist und sich von Zeit zu Zeit auch entsprechend bemerkbar macht.
Da genoss ich Dampfbaeder und natuerlich einmal mehr geruhsame Tage. Da es leider regnete blieb mir gar nichts anderes uebrig und hatte auch Zeit das Ausscheiden der Schweizer an der WM mitzuerleben. :-(
Dann gings weiter nach Riobamba. Von da startet der Zug zur beruehmten "Nariz del Diablo" (Teufelsnase).
Diese Zugstrecke gilt als eine der schwierigsten der Welt. So wird eine Steilwand im Zick - Zack Verfahren bewaeltigt.
Zum Glueck war schoenes Wetter, denn zum einen sitzt man auf dem Dach des Zuges und zum anderen kam die abwechslungsreiche Landschaft von Equador noch mehr zur Geltung.
Anschliessend gings weiter mit dem Bus
nach Cuenca und dann weiter nach Vilcabamba, welches auch bereits den Abschluss von Equador bildete.
Da fand ich das wunderschoen gelegene Hostal
Izhcayluma (auf zwei Huegeln gelegen) mit Blick auf die Anden und das kleine Dorf.
Dieses Dorf gehoert zu 3en auf der Welt, wo sich eine extreme Ansammlung von sehr alten Menschen befindet. Viele sind 100 und mehr und gehen nach wie vor ihrer taeglichen Arbeit nach. Das Alter der Leute ist auch schriftlich festgehalten.
Entsprechend finden nun auch langsam Immobilienmakler und Ruhesuchende "AHV-ler" in diese Gegend und fangen an zu bauen.
Ich genoss die Tage in der Abgeschiedenheit und es war ideal, alle Erlebnisse von Equador nochmals passieren zu lassen und zu verarbeiten.

Auch diese Ruhe hat mal ein Ende und so habe ich mich auf den Weg zur peruanischen Grenze gemacht.
Die Reise fuehrte mich mit Bus und Privattaxi nach
La Balsa. Ein kleiner Grenzuebergang in den equadorischen Bergen komplett von der Zivilisation abgelegen...was man auch an den Strassen an merkte, mein A.... laesst Gruessen.
;-) Auf dem Weg dorthin haben wir auch Melanie und Mike aus dem Wallis kennengelernt und habe so den Grenztrip zusammen unternommen. Und das Witzige: Obwohl wir alle aus der Schweiz waren, mussten wir uns in Englisch unterhalten...tja, so kanns gehen.
Dort angekommen hat uns ein freundlicher Grenzpolizist begruesst, alle Paesse ausgestempelt und uns den Weg ueber die Bruecke gewiesen.
Von der anderen Seite her war bereits Musik aus einer Bar zu hoeren und so haben wir die Bruecke ueberquert und auch dort wurden wir sogleich freundlich begruesst und...halt halt halt, diese Geschichte erzaehle ich dann spaeter mal.

Equador ist ein sehr interessantes Land, das viel Abwechslung bietet: Anden, Kuesten,
Inseln, Vulkane und abwechslungsreiche Landschaften. Die Leute sind sehr hilfsbereit und freundlich. Es hat mir sehr gut gefallen und ich habe mich in diesem Lande sehr wohl gefuehlt.

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