Erwin auf Reise

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Tuesday, 22. August 2006, 01:38

Peru

Also falls euch dieser Bericht aehnlich vorkommt wie der von Doris...tja, ich gebe es ja zu...ich bin ein fauler Sack geworden und habe ihren nach meinen Beduerfnissen angepasst. Danke Doris!!! :-P :-D

Jetzt bin ich gespannt auf Peru. Ich und Doris
entscheiden uns, dass wir
ueber den "Bergweg" nach Peru einreisen. Da hat es sicher nicht viele Touristen.
Und es war tatsaechlich so. Im Bus treffen wir auf Melanie und Mike, zwei Walliser aus
der Romandie. 4 Schweizer unterwegs und wir sprechen Englisch miteinander...so ist es nun mal!!!
So geht die Reise los ueber Naturstrassen und enge Taeler Richtung La Balsa.
Da gesellt sich noch eine Amerikanerin dazu. Zu fuenft erreichen wir die Grenze;
es kommt mir vor wie in einer Geisterstadt - so ruhig und still. Die Grenzwaechter
waren glaube ich froh als wir kamen, damit wieder mal etwas Leben in diese Welt kommt.
Als sie dann noch unsere roten Paesse sahen hatten sie erst grosse Freude an uns
und hatten so richtig Zeit zum "gsproechle". Ja wir Schweizer sind im Ausland beliebt.
Ein Sprichwort was ich beim Reisen mal gehoert habe:
Wir Schweizer haben die richtige Hautfarbe und den richtigen Pass.
Dies spuerten wir auch, wie sie reagierten, als die Amerikanerin den Pass hinhielt;
da waren sie ploetzlich kurz angebunden und nicht mehr so gespraechig!!
Eine Bruecke bildet die Grenze zwischen Equador und Peru. Als wir den Ausreisestempel
von Equador haben, "duerfen" wir ueber die Bruecke laufen und erreichen Peru. Da angekommen,
ueberprueft uns ein Polizist und schickt uns in’s Emmigration-Buero.
Nachdem wir alle Formalitaeten angegeben haben, duerfen wir wieder das Dorf nach oben
laufen, zueruck in’s Ein-Mann-Buero, zum Polizisten. Der kontrolliert die Angaben und
gibt uns das O.K. und wir duerfen wieder das Dorf "runter" laufen, zurueck ins
Emmigration-Buero, das uns dann endlich den Einreisestempel gibt.
Und da die Zoellnerinn so freude an uns hatte wollte sie doch prompt ein Foto machen.
Ja, ja, wir haben ja Ferien und Zeit.........

Im Collectivo, zu fuenft in einem Taxi, geht es weiter ueber Stock und Stein ueber Jaen
nach San Ignacio. Da erleben wir zum ersten Mal die "Vaganten". Nach dem engen Taxi wollen muessen wir in einen Bus wechseln und
sagen dies auch unserem Fahrer, dass er uns zum Busterminal bringt. Aber anstatt
zum Busterminal fuehrt er uns zu anderen Taxis. Ja, ja, wir sind ja zu fuenft und
koennen uns wehren. Nach einer heftigen Diskussion bringt er uns doch noch ans richtige Ort.
Und zu seinen Kollegen meinte er, sorry, nichts gewesen…..das sagt schon alles –
die stecken alle unter einer Decke. Ok, das oeffnete mir die Augen und ich merke,
hier kann ich niemandem so schnell vertrauen – Vorsicht ist geboten.
Oder ein weiteres Beispiel: Als wir auf der Weiterreise wieder ein Taxi nehmen muessen,
hatte der Fahrer bereits einen 2-Sol-Liber (Peruanische Waehrung) in der Hand. Dachte schon,
wieso faehrt der so Auto? Bei der naechsten Polizeikontrolle hat sich das
schnell aufgeklaert: Er hatte keinen Fuehrerschein bei sich, also muss er auf
die Polizeistation. Als er zurueckkommt hat er den 2-Sol-Liber nicht mehr und faehrt
weiter……aha, dem sagt man glaube ich "schmieren". Ja die weiteren Erlebnisse zeigen mir,
dass dies in diesem Land normal ist. Wo bin ich da bloss gelandet???
Nach 2 vollen Tagen ungemuetlicher, aber spannender Reise, erreichen wir unser
Ziel, Chachapoyas. Und da kommt die naechste Ueberraschung: Wir uebernachten
fuer 4 CHF, essen ein komplettes Menu fuer 3.50 CHF, ein Wasser kostet knapp 1 CHF…..
Puh, die weitere Reise zeigt uns, dass dies normal ist in Peru und ich habe gerade einen
Kulturschock. Von was leben die Leute hier? Ok, schon schnell erleben wir, dass
die Unterkuenfte fuer diesen Preis nicht gerade die saubersten sind und entscheide ich mich, doch in die
"Luxusklasse" zu wechseln, wo dann ein Zimmer ca. 10-20 CHF kostet. Dafuer wunderbar
sauber, mit Frottiertuechlein und einer Seife.
In Chachapoyas geht es am naechsten Tag gerade weiter mit einer Wanderung. Wir gehen das
Fort "Kuelap" anschauen, das auf 3000 m.u.M. liegt und von der Chavi-Kultur stammt.
Spannend zu sehen, wie diese Leute gelebt haben und das erst noch an einem wunderschoenem
Ort, mit Ausblick auf die Taeler. Anschliessend laufen wir 3 Std. "runter".
Puh, also am Abend mache ich den anderen klar: Morgen brauche ich einen Ruhetag!!!!
Die anderen kommen auch zu diesem Entschluss und wir schauen gemeinsam den
Fussball-WM-Final. Melanie und Mike waren fuer Italien, ich und Doris fuer Frankreich…..
ja, ja, die Tifosis sollen ihre Freude haben. Dann heisst es Abschied nehmen von
unseren CH-Freunden und es geht weiter an die Kueste nach Trujillo. Da gehe ich eine
ehemalige Lehmstadt anschauen, Chan Chan, die aber voellig zerstoert wurde.
Ein weiteres Erlebnis war das Kino; es war Aktionstag 2 fuer 1 und das kostet 7 Sol = ca. 2 CHF.
Gibt es zu Hause fuer das Geld einen DVD???

Da es Winter ist an der Kueste ist es kuehl und neblig und es geht sogleich weiter
wieder in die Berge, nach Huaraz (3091 m.u.M.) mit dem schoensten Berg der Welt,
dem Alpamayo, 5990 m.u.M. (das sagen die Reisefuehrer!) Ein wunderschoenes Bergdorf
(das als kleine Schweiz von Peru bezeichnet wird), ideal fuer Hard-Core-Trekkers!!
Aber ich nehme es lieber gemuetlich und mache eine Tour mit dem Car . Das war auch
sehr spannend, vor allem das Dorf Yungay zu besichtigen, das 1970 durch ein Erdbeben
voellig zerstoert wurde! Das war eine der groessten Katastrophen im Land Peru.
Nach herrlichen Tagen in der Bergwelt geht es weiter nach Ica und zur Oase Huacachina,
die inmitten von Sandduene liegt. Das Ferienziel im Sommer fuer die Einheimischen.
Da koennte man runter boarden, aber ich entscheide mich fuer das runter springen!!!
Dann geht es weiter nach Nasca. Mit einem kleinen Sport-Flugzeit erkunde ich die
Nasca-Lines (auch im Mystery Park in Interlaken zu sehen) von oben. Wow, live ist das
schon ein sehr spezielles und unvergessliches Erlebnis. So und nun ist endlich Cusco
angesagt – ein Highlight fuer mich! Ein wunderschoenes Dorf auf 3310 m.u.M. Ich weiss
jetzt wieso, dass alle davon schwaermen. Dieses Dorf hat einfach Charme und darf nicht
ausgelassen werden in Peru. Da bleibe ich fast 2 Wochen und erlebe wieder unvergessliche Momente:

Doris und ich machen den Salkantay-Trek, der 4 Tage dauert. Dies ist ein
Alternativ-Trek zum Inka-Trail. Da erlebe ich was es heisst die Hoehe zu spueren.
Wir starten mit Abraham, unserem Guide, auf 3700 m.u.M. und bringen am ersten Tag knapp 1000 Hoehenmeter
hinter uns. Waehrend dem Aufstieg treffen wir auf eine Truppe junger Leute, die
wirklich nicht sehr fit aussehen. Da erfahren wir, dass diese leider die Tour abbrechen
mussten (nach 1 Tag!!), da einige Hoehenkrank wurden. Ui, denke ich, wie wird mein Koerper
das mitmachen??? Aber kein Problem, es hat sich ausgezahlt, dass ich die letzten
2 ½ Monate konstant in der Hoehe war. Der Koerper macht sehr gut mit. Langsam aber sicher
erreichen wir die Passhoehe, das Ziel, das auf 4647 m.u.M.! Ich war noch nie so hoch
oben in meinem Leben, tolles Gefuehl - und diese Ruhe. Nur wir drei waren da...einfach unbeschreiblich!!!
Nach 3 Tagen wandern à rund 8 Std. (laeck, bin ich fit) ueber Naturstrassen und eine
trockene aber schoene Landschaft und Uebernachten im Zelt (brr.....waehrend der Nacht
war es also s…...kalt!!!) erreichen wir Aguas Caliente mit dem Highlight MachuPicchu.
Ja, diese Bauten der Inka-Kultur zu sehen ist ein unbeschreibliches Erlebnis, da
fehlen mir die Worte. Schaut einfach die Fotos an!

Nach diesem Trek gehts wieder zurueck nach Cusco, wo wir dann die Familie von Karla
besuchen gehen. Wow, die zeigen uns wie die Peruaner festen koennen. Mit Fabiola und Marco
gehts ab in die Disco bis am Morgen, dann geht es gleich weiter am nachsten Tag mit den Eltern
die Umgebung von Cusco auskundschaften und am Nachmittag an ein Schulfest wo getanzt
und gefestet wird. Es war ein einmaliges Erlebnis und wir wurden aufgenommen wie eigene
Familienmitglieder! Ein grosses Dankeschoen an dieser Stelle an Carla und Ihre Familie!!
Da durfte ich das Leben von Peru von einer anderen Seite kennenlernen - toll!!
Der Abschied von der Familie Campana faellt mir gar nicht leicht. Aber die Reise geht
weiter und zwar nach Puno, das am bekannten Titicacasee (grauer Puma) liegt, dem
hoechstgelegenen See (3800 m.u.M) der Welt auf dem noch Bootsverkehr herrscht.
Da erkundige ich die Uros, die "schwimmenden Inseln" auf denen die Einheimischen
leben wie wir in unseren Doerfern. Auch das muss man gesehen haben, um dies
ueberhaupt verstehen zu koennen. Wieder ein geniales Erlebnis! Ueber diesen See
geht auch die Grenze Peru/Bolivien. Ja und an diesem See endet die Reise in Peru.

Meine Meinung von Peru ist gespalten. Wieso? Einerseits bietet das Land sehr
viele, wunderschoene Plaetze, die Einheimischen sind sehr, sehr nett und hilfsbereit
und das Land bietet auch sehr viel an Reichtum: Tourismus, Gold-/Silberminen,
Landwirtschaft, Berge, Meer, See etc. Aber leider sind diese Eindruecke auch ueberschattet
durch die Korruption die in diesem Land herrscht. Eine Mittelschicht gibt es nicht,
es gibt nur arm und reich. Dies bringt halt auch die "Vaganten" hervor, die
manchmal vergessen lassen, wie nett und hilfsbereit die Einheimischen von Natur aus sind.
Aber trotzdem, Peru ist eine Reise wert, denn genau diese Gegensaetze muss man gesehen
und erlebt haben, um es ueberhaupt verstehen zu koennen!!!

Comments:

Remar, Tuesday, 23. March 2010, 13:06

Who else thinks that Russia bears walking the streets, and the vodka flows like water?
And anyone can know that in this country the most beautiful girls?

 

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