Erwin auf Reise

[ Back ]

Tuesday, 22. August 2006, 20:56

Bolivien

So liebe Leute nun ist tatsaechlich wieder mal die Zeit reif, das ich selber einen Bericht verfasse. ;-)

Ich bin dann von Puno nach Copacabana (nicht in Brasilien) gefahren.
Dieses Dorf liegt am Titicacasee auf der Bolivianischen Grenze welches Ausgangspunkt fuer die "Isla del Sol" ist, welche ich sogleich besucht habe. Bin mit dem Boot an den Nordhafen geschippert und die Insel hat den Namen also wirklich verdient. Sonne, Sonne und noch einmal Sonne. Habe dann einen wunderbaren Spaziergang in den Sueden gemacht und dort einen ruhigen Sonnenuntergang verlebt.

Vielleicht noch als Information. Bolivien hat als Waehrung den Boliviano (1 SFr.= 6.5 Bol) und die Preise sind also wirklich tief. Eigentlich ist alles aehnlich wie in Peru angeschrieben aber man kann den Preis noch mal durch 2.5 teilen!!!! Sind z.B. zu viert essen gewesen und haben dann also wirklich bloss 60 Bol bezahlt...was kann man da noch sagen!!!

Nun denn, die Reise fuehrte mich dann eigentlich direkt nach La Paz...die inoffiziell hoechste Hauptstadt der Welt (Hauptstadt von Bolivien ist Sucre), welche auf rund 3'800 m liegt.
Und wisst ihr was ich und Doris zuerst gemacht haben dort...ja, wir sind in den Burger King. :-P :-D
Die Lust und Versuchung war einfach zu gross.
La Paz ist noch schoen gelegen und man hat wieder mal zugang zur grossen Welt, was ich dann auch ausgenutzt habe.

"Most Dangerous Road by Bike". Diese Worte haben mich bereits eine Zeit lang verfolgt, so habe ich beschlossen diese Strasse mal anzuschauen...und hey, es hat also was.
Start war auf rund 4'700 m, nach rund 30 min auf dem Asphalt hat der starke Wind nach einer Kurve zwei von uns erwischt...1 gebrochener grosser Zeh und 1 gebrochenes Rist, Fazit...beide mussten Hospitalisiert werden. Wow, dachte ich, wie geht den das weiter?? ;-)
Auf der effektiven Strasse angekommen wurden uns ein paar Regeln erzaehlt und anschl. ging es los. Und es ist also so, dass am Sonntag vor meiner Fahrt ein Bus runter ging und ... na ja, den Rest muss ich ja nicht erzaehlen. Da wir aber Top Guides hatten, welche sehr auf Sicherheit abgestimmt waren ist waehrend der Fahrt nichts weiteres mehr passiert...ok, es hat noch einen Guide erwischt...Schulter gestaucht. Fazit der ganzen Fahrt...die Strasse ist also wirklich gefaehrlich, aber die meisten Unfaelle passieren weil die Fahrer von Fahrzeugen einschlafen oder einfach zu schnell unterwegs sind. Mit dem Bike ist es wohl nicht ungefaehrlich, aber wenn man die Regeln einhaelt, dann kann (darf) nichts passieren.

Nach ein paar schoenen Tagen in La Paz wurde es Zeit weiterzureisen...Potoś war das naechste Ziel.
Diese Minenstadt und ehemalige Weltstadt...noch heute gibt es das Sprichwort: "Du bist ein Potoś", was meint...du bist Stinkreich, hat sehr viel Charm und sieht gar nicht wie eine Minenstadt aus...viele schoene und grosse Kolonialhaeuser sind zu sehen und auch die Strasse werden gesaeubert und sind gepflegt.

Minentour: Es werden Minentouren von ehemaligen Mineuren angeboten. Mit kompletter Ausruestung und Geschenk (Dynamit) ging es in die Mine...und diese ist nicht etwa stillgelegt...nein, dort wird voll gearbeitet und man muss sich an Transportwagen vorbeischlaengeln oder rutscht rund 5 m eine Holzrutsche runter um eine Etage tiefer zu kommen. Die Arbeit dort ist sehr hart, aber scheinbar einkoemlich. Durfte miterleben wie die Dynamitloecher gestopft wurden und wie ein Mann waehrend 3 Stunden ein Dynamitloch von Hand in den Fals schlaegt!! Zudem wird am Freitag jeweils die "Lampe" gefuellt...und so wurden auch die Touristen 3 mal eingladen ein wenig "Kartoffelschnaps" (90%) zu trinken...puh, zum Glueck nicht mehr, sonst haette ich wohl den Ausgang nicht mehr gefunden. ;-) Die Tour war mega Eindruecklich und es ist so, dass sich die Mineure ueber Touristen freuen, denn schliesslich bekommen sie so Geschenke.

Auf der Fahrt nach Uyuni ist wieder einmal der Bus kaputt gegangen...so musste ich dann rund 2.5 Stunden im nirgendwo warten. Und wieso ist er kaputt gegangen...na weil wohl Doris und ich noch vor der Fahrt sagten: Ist schon toll wie wir immer Glueck mit der Bus haben, die Fahren immer puenktlich ab und gehen nie kaputt. Groehl!!!

Haben dann von Uyuni aus die "Salar de Uyuni" Tour gebucht und waren wirklich eine tolle und gemischte Gruppe.
Da waren: Doris und ich (Schweizer), Kathrin und Maurus (Deutsche), Julie und Anyssa (France) und Valerio (Chauffeur) mit Frau (Koechin) und Kind (Beifahrer).
So sind wir dann los in diese absolut geniale und fantastische Gegend.
Dieser Salzsee ist der groesste der Welt und wenn man sich darauf befindet, denkt man, man sei im Schnee!! Eigentlich kann man das gar nicht erklaeren...schaut euch die Fotos an oder ich kann euch das dann zu Hause erzaehlen.
Nach einer angenehmen Nacht haben wir und aufgemacht um div. Lagunen zu besuchen, welche von Flamingos besiedelt werden...was die dort oben machen, fragt mich nicht...es war aber toll zum anschauen.
Nach einer kuehlen zweiten Nacht (es wurde gut - 15 Grad ohne Heizung und Isolation) hatten wir eine Hoehenkranke zu vermitteln (Anyssa) und das war also gar nicht lustig...ihr ging es total verschissen, aber das einzige was wir tun konnten war warten. Nun denn, haben dann trotzdem die Geysire besucht und die Laguna Verde und sind dabei auf ueber 4'950 m (was Anyssa deutlich gespuert hat) gewesen. Wo in der Schweiz kann man auf diese Hoehe kommen...genau, nirgends!!!

An der Grenze hiess es dann Abschied nehmen von Doris, in welcher ich eine super tolle Reisebegleitung hatte, herzlichen DANK!
Kaum im Bus Richtung San Pedro de Atacamba (Chile) ging es Anyssa auch promt besser zum Glueck!

Comments:

credit starter, Monday, 02. June 2008, 04:36

Nice Site!
http://google.com

 

Lisa, Tuesday, 18. September 2012, 07:13

I've been stuck on chapter 11 for about 4 weeks now, don't feel bad. Of crosue, to try and compensate, I started a short story and I feel even worse because now I have TWO things not done!

 
Your comment:
Name: E-mail oder Homepage:  

Admin login | Script by Alex